Wie du an die Superstars rankommst

Emanuel Treu | Songwriting Blog

Und wieder hat mich die Nachricht ereilt, dass eine meiner Nummern mit einer der aktuell kommerziell erfolgreichsten Sängerinnen veröffentlicht wird. In den Medien wird seit langer Zeit davon berichtet, dass das neue Album der Künstlerin eines der am meisten erwarteten Alben des Jahres ist. Entsprechend sind die Verkaufszahlen nach dem Release und die Skalierung meines Songs, der auf diesem Weg wohl hoffentlich sehr vielen Menschen Freude bereiten wird. Schön, wenn ich auf diesem Weg erkennen kann, dass die Dinge die ich wollte tatsächlich so passieren. Menschen mit meiner Musik und meinem Songwriting zu erreichen – genau das war es. Wunderschön.

Es hat zugegebener Maßen einige Zeit gedauert, bis ich auf regelmäßiger Basis für die Stars der Branche und die größten Plattenfirmen und Verlage schreiben konnte. Eigentlich sogar ein paar Jahre. Drei vielleicht. Oder vier. Oder zwei. Je nachdem, wen man halt als einen Star sieht. Was mir aber in diesem Blog vor allem wichtig zu sagen ist, ist: Du kannst das auch schaffen, wenn du bereit bist das zu tun, was dafür zu tun ist.

Im Folgenden gebe ich dir eine kurze Step-by-Step-Guide, damit du weißt wie ich vorgegangen bin. Das heißt natürlich nicht, dass das der einzige Weg ist. Es ist aber zumindest einer der Wege. Offensichtlich.

Emanuel Treu | Songwriting Blog

1. Fange irgendwo an. Ganz egal wo.
Selbst der längste Marathon beginnt mit dem ersten Schritt. Und um gleich bei diesem Gleichnis zu bleiben – Einen Marathon laufen zu wollen bedeutet immer einen Ausbruch aus der Comfort-Zone. Du kannst daher beinahe davon ausgehen: Wenn du machst was du immer gemacht hast, wirst du erhalten, was du immer erhalten hast. Du brauchst also die Bereitschaft etwas an deinem Tun zu verändern, wenn du ein verändertes Ergebnis anstrebst.

Vielleicht schreibst du bereits schon sehr lange Songs, aber du hast noch nie daran gedacht, deine Songs anderen Künstlern anzubieten. Oder deine Songs sogar direkt für andere Künstler Songs zu schreiben. Das fühlt sich anfangs sehr merkwürdig an, aber es kann eine wunderschöne Sache sein, sich in Künstler hineinzuversetzen und ihre Welt aus den eigenen Augen heraus zu interpretieren. Wichtig ist dabei nur, dass du es versuchst und einen ersten Schritt aus der Comfort-Zone heraustrittst. Fange dafür bei kleinen, gut erreichbaren Künstlern an. Biete Bands aus deiner Nachbarschaft deine Arbeiten an, wenn sie dir gefallen. Kleine Künstler sind im Regelfall sehr offen für Zusammenarbeit, weil Sie ja offensichtlich das Erfolgsrezept noch nicht gefunden haben. Tja und genau da trittst du auf den Plan, nach dem Motto: Show up, when it matters most.

2. Sei offen für Feedback
Hör dir an was diejenigen zu sagen haben, für die du schreibst. Dieses ewige selbstverliebte Getue von Songwritern, dass Sie ja eigentlich die Hits schreiben, die aber keiner hören will, kann ich schon nicht mehr hören. Nein, der Markt ist nicht so unfair wie er vielleicht scheint. Nein, es haben nicht alle keinen Geschmack, außer dir. Nein. Wenn du in einem Markt bestehen willst, solltest du deine Augen und Ohren für das öffnen, was der Markt dir zeigen möchte, oder was er zu sagen hat.

Und wenn du das dann weißt, solltest du entsprechend reagieren. Solltest du entsprechend an dir arbeiten. Vielleicht sind deine Hooklines zu flach angelegt, vielleicht ist der Tonumfang deiner Nummern zu groß, vielleicht klingt dein Heavy-Metal-Track nicht hart genug und vielleicht klingen deine Blue-Notes eben nicht bluesig, sondern schlichtweg falsch. Vielleicht passt aber auch alles was du tust perfekt, nur eben nicht zu dem Künstler für den du schreibst. Auch gut. Ohren auf, dazulernen, weiterentwickeln, weiterschreiben. Glaube mir: Kein Song wird dir jemals so viel Geld einspielen können, dass der Betrag mehr wert wäre als das Feedback, dass dir ein ehrlicher Künstler geben kann. Nutze das zu deinem Vorteil.

3. Hantel dich nach oben
In meinem noch 2018 erscheinenden Buch „Songwriting Cashflow – Wie du mit deinen Songs richtig Kohle scheffeln kannst“ beschreibe ich, dass man den Monetarisierungsprozess im Songwriting wie eine Treppe sehen sollte, die du Schritt für Schritt nach oben steigst. So sehe ich das auch abseits dieses Prozesses. Auch abseits des Geldverdienens, hantle ich mich langsam aber sicher nach vorne. Ich nehme einen behutsamen Schritt und versuche zuallererst festen Halt zu finden. Erst wenn ich gut stehen kann mache ich den nächsten Schritt, den ich dann wieder unsicher gehe – solange, bis ich wieder guten Halt habe. Eine Stufe höher. Schritt für Schritt. Eigentlich genau so, wie es bereits vor vielen Jahren die „New Kids on the Block“ mit ihrem Welthit „Step by Step“ über die Liebe gesungen haben:

Eine meiner ersten Nummern habe ich z.B.: für einen relativ unbekannten Künstler geschrieben. Die Nummer ist ein paar Mal um Mitternacht in einem Radiosender gelaufen, den keiner kannte. Auf meiner Jahresabrechnung hatte ich damit sage und schreibe 16 Cent verdient. Geil. Mit diesem Geld konnte ich mir zwar nicht einmal eine Packerlsuppe beim Spar leisten, aber immerhin das Salz für darin. Macht nichts.

Nachdem ich zwei weitere Nummern für denselben Künstler geschrieben hatte und der superzufrieden mit mir war, packte ich die Gelegenheit beim Schopf und kontaktierte Künstler aus dessen nahen Bekanntenkreis. Und nach dem auch die zufrieden mit meinen Arbeiten waren, kannten auch die wieder wen, dem ich empfohlen wurde. Auch, weil ich aktiv dran war diese Menschen mit dem zu beliefern, was sie wollten. Nun ja – und da man bekanntermaßen über sieben Ecken die gesamte Welt kennt, war im Grunde bereits damals vorprogrammiert was in Zukunft passieren würde, wenn ich nur so weitermachen würde wie bisher.

Das Konzept der bewussten Wiederholung von kleinen Erfolgen, um damit zusammen zu einem gemeinsamen großen Erfolg zu führen, heißt übrigens: Intentional Iteration. Ich habe dieses Konzept aus einem sehr tollen Buch von MJ DeMarco übernommen: The millionaire Fastlane


4. Was tun, wenn du angekommen bist
Das ist der entscheidende Punkt. Es gibt kein ankommen. Es gibt kein: Ich bin fertig! Ich habe es geschafft. Obwohl ich mich heute einen relativ erfolgreichen Songwriter nennen darf sehe ich nicht, dass ich am Ende irgendeiner Strecke angekommen wäre. Im Gegenteil.  Wie schon Philip Rosenthal sagte:

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

Ich höre nach wie vor nicht auf, mich ständig zu fragen was ich verbessern könnte und bin auch immer noch regelmäßig beeindruckt, wenn einer meiner Co-Writer tolle Ideen für Songs oder dessen Ausführungen hat. Und auch heute ereilt mich noch laufendes Feedback meiner Künstler oder der Verlagsinhaber, dass ich dann ganz genauso behandle wie immer schon:

Ohren auf, dazulernen, weiterentwickeln, weiterschreiben.

Keep on Songwriting,
Emi

Die Edlseer
Am 8. Tag schuf er die Mädchen
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Beatrice Egli
Kick im Augenblick
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Anna-Maria Zimmermann
Jeder Atemzug für dich
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Marlena Martinelli
Lichterloh
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Nordwand
Ein Hoch dem Schlager
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Die Bergprinzen
Das Handy zum Himmel
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Frenkie Schinkels & Marlena Martinelli
Legendär
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Marlena Martinelli
Romeo
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Die Edlseer
Tanz ma mitanond
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Marc Pircher
Prinzessin wird man nicht
Die Edlseer
Heldenherz
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Julian David
Spektakulär
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Thomas Anders
Feuerwerk
Melissa Naschenweng
Der Fensterlkönig
Zillertaler Haderlumpen
25 weiße Haare
Die Lauser
Man lebt nur amol
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Thomas Anders
Feuerwerk
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Orry Jackson
Nur zu zweit sind wir eins
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Schlagerstars
Auf Einmal
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Vanessa Mai
Niemals
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Michelle Meine Welt
Niemals
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Beatrice Egli Touché
Niemals
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Kastelruther Spatzen
Die späten Tränen der Veronika
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